Übersicht über das Darlehensportfolio (Februar 2022)

Photo by Andrew Neel on Unsplash

Im kürzesten Monat des Jahres wurden auf der Estateguru-Plattform Kredite im Wert von 17,3 Mio. € finanziert. Der stärkste Markt war Estland, auf den über 40 % des Gesamtvolumens entfielen, gefolgt von Deutschland (24 %). Für den März erwarten wir ein ähnliches Finanzierungsvolumen.

1

Die Darlehensrückzahlungen stabilisierten sich nach dem Tiefpunkt im Januar und beliefen sich auf 10,8 Mio. € (45 Darlehen, 10,2 % Rendite). Die Rückzahlungen könnten in den kommenden Monaten volatiler werden, da unsere Kreditnehmer von der unsicheren makroökonomischen Lage aufgrund des Ukraine-Krieges betroffen sein könnten.  

2
3

Im Februar schloss unser Kreditteam zusammen mit unseren Risikoanwälten einen Vergleich mit einem Kreditnehmer ab. Auch ist eines unserer säumigen Projekte (1,8 Mio. €) in Schweden nun teilweise zurückgezahlt worden. Die vollständige Rückzahlung des Projekts wird bis spätestens Mitte Mai dieses Jahres erwartet. In Finnland wurde Anfang März ein überfälliges Kreditprojekt vollständig zurückgezahlt (0,3 Mio. €). Im letzten Monat gab es keine neuen Problemfälle, wodurch die Verzugsquote auf 5,8 % gesunken ist.

4
5

Wie bereits erwähnt, hat der Ukraine-Krieg die makroökonomische Unsicherheit erhöht. Die Inflation steigt aufgrund höherer Energiepreise und Lieferengpässen bei Rohstoffen und Baumaterialien aus der Ukraine, Russland und Weißrussland. Unsere Kreditnehmer, bei denen es sich zumeist um Immobilienentwickler und Bauunternehmen handelt, spüren bereits die Auswirkungen dieser neuen Umstände – die Preise für Stahl- und Holzprodukte sind gestiegen und es gibt längere Wartezeiten, da neue Lieferketten aufgebaut werden müssen. Da wir hauptsächlich Wohnbauprojekte finanzieren, gehen wir davon aus, dass trotz des erwarteten Anstiegs der Verkaufspreise die Nachfrage auf allen unseren Märkten stark bleiben wird (niedrige Arbeitslosenquote, niedrige Zinsen) und der kurzfristige Preisanstieg ohne größere Probleme aufgefangen werden kann.

Unsere konservative Kreditpolitik führt dazu, dass wir Projekte finanzieren, bei denen das Eigenkapital der Kreditnehmer immer hoch sein muss und die Budgets mit einem Puffer für Kostenüberschreitungen im Hinterkopf aufgestellt werden. Selbst ein Rückgang des Immobilienmarktes um fast 45 % würde im Durchschnitt das Kapital unserer Investoren nicht gefährden. Immobilien sind und bleiben eine der sichersten Anlageklassen. Es sollte erwähnt werden, dass keiner unserer Kreditnehmer von den gegen Russland und Weißrussland verhängten Sanktionen betroffen ist und sich alle Sicherheitsobjekte unserer Investoren in EU- und/oder NATO-Ländern befinden. Außerdem haben wir eine Kooperationsvereinbarung mit dem Europäischen Investitionsfonds unterzeichnet, die das nachhaltige Wachstum unseres Geschäftsmodells noch weiter unterstützt.

Wir beobachten die Märkte und passen unsere Kreditpolitik an, falls sich die Situation ändern sollte. Wir werden Sie weiterhin monatlich über die Qualität des Kreditportfolios informieren.