EstateGuru-Mitarbeiter über ihre Investitionserfahrungen – Teil 2: Matti Vansén

Hallo, ich bin Matti und ein Investor.

Seit 2006 oder 2007, als ich mit Hilfe meiner Mutter die Krankenkasse gewechselt habe, bin ich aktiv im Investitionsbereich tätig. Der Versicherungsvertreter sagte, ich solle anfangen, in Fonds zu investieren, um für die Zukunft Vermögen zu bilden. Für einen jungen Schüler schien der Gedanke weit hergeholt, weil ich als 16-Jähriger andere Pläne für das Geld hatte. Irgendwie habe ich trotzdem angefangen zu investieren. Wir alle wissen, was 2008 passiert ist, aber ich habe auch während der Krise jeden Monat weiter investiert, jeweils 50 Euro. Als die Krise vorbei war, sah ich in meinem Online-Portfolio viele grüne Zahlen und dann war es um mich geschehen.

Im Jahr 2010 begann ich, verschiedene Arten von Anlageklassen zu erkunden und habe EXTREM viel über Investitionen gelesen. Von 2010 bis 2014 habe ich an der Börse investiert, sowohl in Finnland als auch international. Als junger Jurastudent investierte ich oft mein Essensgeld, was man als dumme Idee bezeichnen kann. Im Nachhinein betrachtet gehörten diese Investitionen aber zu den besten, die ich je gemacht habe. Das Gefühl während der Wartezeit kann ich aber keinem empfehlen. Investieren Sie also niemals Ihr Essensgeld.

In den Jahren 2014 bis 2016 habe ich aktiv an der Börse gehandelt und konnte einen Teil meines Lebensunterhalts durch aktiven Handel finanzieren. Der nahm aber bald zu viel Zeit in Anspruch, sodass ich ihn irgendwann aufgab und mich auf andere Dinge konzentrierte. Gleichzeitig arbeitete ich für zwei der größten und führenden Crowdfunding-Unternehmen in Finnland. Daher investierte ich einen Teil meines Einkommens sowohl in C2B-Darlehen als auch in die Eigenkapital-Crowdfinanzierung. Während dieser Zeit habe ich die Welt der Startups für mich entdeckt. Auch hier war ich in einer Situation, in der ich einen Teil meiner Essensgelder investierte. Leute, ich warne euch, investiert niemals euer Essensgeld in irgendetwas! Naja, rückblickend betrachtet waren diese Investitionen auch sehr ertragreich aber das unsichere Gefühl bei den Investitionen hielt fast vier Jahre an.

In den letzten Jahren habe ich in verschiedene Anlageklassen, wie zum Beispiel Immobilien, investiert. Ich habe sowohl Cash-Flow-Immobilieninvestitionen als auch Wohnungs-Flips nur zum Spaß getätigt und bin zusätzlich meinem normalen Hauptjob nachgegangen.

An diesem Punkt fragen Sie sich bestimmt, wie mein Portfolio aussieht. Nun, als Haftungsausschluss sage ich immer, dass Sie nie das tun sollten, was ich tue, sondern das, was ich Ihnen empfehle. 54 % meines Portfolios sind in Startup-Investitionen angelegt; aber zu meiner Verteidigung: Den Großteil dieses Betrags habe ich als Aktienpaket erhalten, weil ich für mehrere Startups gearbeitet habe. Als der Aktienmarkt wegen COVID-19 zusammenbrach, sank mein Portfoliowert um fast 65 %, weil ich in sehr risikoreiche Unternehmen investiert war. Daher halte ich zu diesem Zeitpunkt nur noch 4 % meines Gesamtportfolios in Aktien. Etwa 25 % habe ich in kurzfristige, hochverzinsliche Kredite investiert. Diese 25 % verteilen sich zu etwa 60-40 auf Estateguru und andere private immobilienbesicherte Kredite. Da Bargeld entscheidend ist, habe ich etwa 14 % davon im Bestand, auch weil ich die Liquidität aufrechterhalten möchte. Den Rest (3 %) habe ich auf verschiedene Arten von spekulativen Anlagen aufgeteilt.

Man könnte sich fragen, warum und wie ich, ein Finanzökonom, zu einem solchen Portfolio gekommen bin. Nun, die Antwort ist einfach: Mein Ziel ist es, immer etwa ein Drittel in öffentlichen Märkten wie Aktien, ein Drittel in immobilienbezogenen Anlagen und ein Drittel in Kreditanlagen zu haben. Der Grund für diese Aufteilung ist, dass ich dem Beispiel der reichsten Menschen der Welt gefolgt bin und die meinige ist die ungefähre Aufteilung ihrer Anlageportfolios. Wenn Aktien zusammenbrechen, habe ich immer noch festverzinsliche Darlehensanlagen, die nicht schwanken. Gleiches gilt auch umgekehrt. Wenn die Zinssätze niedrig sind, geht es dem Aktienmarkt in der Regel gut und umgekehrt. Daher ist das Portfolio jederzeit teilweise abgesichert.

Wenn es um meine Anlagegrundsätze geht, habe ich ein alles bestimmendes Prinzip: Wenn Sie Ihr Gehalt oder andere Einkünfte erhalten, zahlen Sie zuerst sich selbst und dann die anderen. Das bedeutet, dass ich mich bei einem Geldeingang zuerst an meinen Investitionen beteilige, dann alle Rechnungen und den Lebensunterhalt bezahle und wenn noch etwas übrig ist, dann spare ich diesen Betrag oder gebe ihn für das aus, was mich glücklich macht. Wenn ich zuerst Rechnungen und den Lebensunterhalt bezahlen würde, könnte ich nie etwas sparen.

Haftungsausschluss: Matti ist der Landesleiter von EstateGuru in Finnland.