EstateGuru-Mitarbeiter über ihre Investitionserfahrungen – Teil 4: Kadri Akk

Hallo! Mein Name ist Kadri und ich bin Investorin.

Diese Aussage macht mich ziemlich stolz aber sie ist mir immer noch ein wenig fremd.

Meine Investitionserfahrung begann im Jahr 2017, als eine Freundin und ich für ein paar hundert Euro Kryptowährungen nur zum Spaß gekauft haben. Obwohl mein erster Gedanke war, sie zu kaufen und eine Weile zu halten, ist es doch sehr schnell ein erfreuliches Unterfangen geworden. Meine erste Investition hat sich nämlich fast jede Woche im Wert verdoppelt und so begann das Interesse, mich mehr mit Investitionen zu beschäftigen.

Ich stamme aus einer ganz normalen Familie und bin in einem ganz normalen estnischen Umfeld aufgewachsen, in dem Geld generell ein Tabuthema war und mir niemand etwas über Investitionen und die Vermehrung meiner Ersparnisse beibrachte. Vielmehr war die Einstellung zum Geld verdienen, gegenüber allen anderen Möglichkeiten außer der körperlichen Arbeit, negativ. In meinem Leben konnte ich bis vor kurzem keine Rücklagen für mich selbst anlegen und war eher der Meinung, dass wir nur ein einziges Mal leben und den Augenblick genießen sollten, anstatt uns um die Zukunft zu kümmern. Ich habe jedoch beschlossen, dass sich diese Situation ändern muss, denn wenn man sich nicht selbst um seine Finanzen kümmert, wird sich nichts ändern und man wird seinen Kindern nichts über Investitionen beibringen können, weil man keine Erfahrung hat.

Deshalb habe ich 2018 beschlossen, dass ich für das neue Jahr Ersparnisse aufbauen werde, um diese zu investieren. Ich las einige der einfachsten Investorenratgeber – der erste davon war „How to start investing“ von Kristi Saars. Ich machte mir klar, welche Dinge ich aufgeben konnte und welche nicht. Nach dieser Analyse blieben mir 100 Euro pro Monat, ein Betrag, den ich beschloss, jeden Monat zu erhöhen. Ja, es scheint nicht viel zu sein und es gab einige Monate, in denen die Ersparnisse aufgrund einiger unerwarteter Ausgaben 50 € oder sogar Null betrugen. Aber ich bin standhaft geblieben und konnte mich so meistens an den Durchschnitt von 100 Euro im Monat halten. Darüber hinaus habe ich beschlossen, den Geldbetrag, den ich für meine Kinder investiere, teilweise zu steigern und dabei auch zu diversifizieren, um mein Risiko zu senken. Es ist für mich sehr wichtig, dass meine Kinder so früh wie möglich über Geld Bescheid wissen und die Grundprinzipien verstehen. Der beste Weg, sie zu unterrichten, ist, selbst ein Vorbild zu sein.

Meiner Meinung nach ist das Wichtigste, in Anlageklassen zu investieren, die man wirklich versteht. Deshalb habe ich mich bisher nicht getraut, mit dem Kauf einzelner Aktien zu beginnen, sondern benutze viel einfachere Methoden wie Indexfonds und Kofinanzierungen.

Bevor ich bei EstateGuru anfing, wusste ich zwar nichts über Crowdinvesting oder Crowdlending, hatte aber schon von Anbietern wie Mintos und Bondora gehört. Ich traute mich aber immer noch nicht so richtig, dort wirklich einen Versuch zu starten. Heute weiß ich viel mehr über diese Branche. Das Grundprinzip ist sehr einfach – es gibt Unternehmen oder Plattformen, die eine digitale Lösung anbieten, sodass man als privater Investor zusammen mit anderen ähnlichen Investoren in größere Kredite investieren kann, die von verschiedenen Kreditinstituten oder von der Plattform selbst angeboten werden. Es gibt zum Beispiel unbesicherte Privatkredite, Autokredite, unbesicherte Geschäftskredite und hypothekarisch besicherte Geschäftskredite. Ich verteile mein Portfolio auf Mintos, EstateGuru und Crowdestate. Heute fühle ich mich mit den Investitionen bei EstateGuru am sichersten, weil die Kredite, in die ich dort investiert habe, durch eine Hypothek besichert sind. Das bedeutet, dass EstateGuru, falls dem Kreditnehmer etwas passiert und er nicht in der Lage ist, seinen Kreditverpflichtungen nachzukommen, mit dem Verkauf der Hypothekensicherheiten beginnen wird, um die Gelder der Investoren zurückzuerhalten. Ungeachtet der Loyalität, die ich gegenüber meinem Arbeitgeber und meinen Kollegen empfinde, kann ich ehrlich sagen, dass das Risikoteam und der Inkassoprozess von EstateGuru so gut strukturiert sind, dass ich mir keine Sorgen um mein Geld mache. Da der Mindestanlagebetrag bei nur 50 € liegt, kann ich so im Laufe eines Jahres in eine Reihe verschiedener Kredite investieren, sodass das Risiko in meinem Portfolio ausreichend diversifiziert ist.

Zusätzlich zu den früheren Investitionen habe ich in diesem Jahr auch die größte Investition meines Lebens getätigt, nämlich den Kauf eines Hauses. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Hauskauf eine Investition in die Zukunft von meiner Familie und mir ist. Deshalb investiere ich zusammen mit meinem Mann derzeit jeden Monat mind. 100 Euro plus die Hälfte unseres Hauskredits, was insgesamt ca. 750 Euro sind.

Es heißt allgemein, dass man nur Geld investieren sollte, das man bereit ist, zu verlieren. D. h. man darf nie sein gesamtes Geld investieren, sodass man nicht in Schwierigkeiten gerät. Derzeit habe ich Anlageklassen gewählt, bei denen im Allgemeinen das Risiko geringer und die Rendite immer noch deutlich höher ist als die Inflation, die das Geld auf Ihrem Bankkonto mit der Zeit immer wertloser macht. Zudem ist es nicht mein Ziel, kurzfristig maximale Erträge zu erzielen, sondern die von mir gewählten Anlagen unangetastet und sicher für mich arbeiten zu lassen. Dies erlaubt mir auch, die roten Zahlen bei Indexschwankungen recht gut zu tolerieren, da ich darauf vertraue, dass sie sich im Laufe der Zeit immer auf grün wenden werden. Mein Ziel ist es im Moment, durch Investitionen ein stetiges passives Einkommen zu generieren. Ich würde mich freuen, wenn dieses Einkommen in 10 Jahren die monatlichen Zahlungen eines Autoleasings decken würde und ich immer noch genug Einkommen übrig hätte, um einen Teil davon zu reinvestieren. Ich denke, das wäre schon eine ziemlich schöne Ergänzung meines Einkommens.

Mir ist wichtig, zu sagen, dass es egal ist, wie gering Ihre Investitionserfahrung oder der investierbare Betrag sind. Das Entscheidende ist, dass Sie den ersten Schritt gehen! Zunächst mag es wie ein sinnloses Unterfangen erscheinen, da Ihre ersten Erträge nur ein paar Cent sind, aber wie das Sprichwort sagt: Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Genauso wichtig ist es, nicht nur auf der Grundlage von Buchwissen zum Investor zu werden. Wissen und Fähigkeiten entstehen hauptsächlich durch persönliche Erfahrungen. Abschließend möchte ich sagen, dass der Wert meiner Krypto-Investitionen heute auf 101 Euro geschrumpft ist, sodass ich wie die meisten meiner Kollegen sagen kann, dass meine allererste Investition nun doch ein ziemlicher Reinfall ist.