INVESTOR STORIES: Wie ich meinen Erfolg bei Crowdlending und P2P-Krediten messe.

Investor Storie - Northern Finance

Hi, ich bin Aleks Bleck und investiere seit fünf Jahren in P2P-Kredite und bin seit drei Jahren bei EstateGuru. In beide investiere ich ca 10 bis 15% von meinem Portfolio während der Rest in ein Portfolio aus zwei Welt-ETFs fließt.

Mein Investment auf EstateGuru habe ich damals vor allem wegen der Kombination von attraktiven Zinssätzen und der guten Besicherung durch Immobilien gestartet. Vorher war ich bereits in andere Plattformen investiert, aber habe oft diese sehr einfach nachvollziehbare Absicherungen vermisst.

In diesem Artikel geht es um meine Kriterien, mit denen ich bestimme, wie gut sich eine Plattform in meinem Crowdlending und P2P-Portfolio bisher in der Corona-Krise geschlagen hat. Dabei gehe ich darauf ein wie meine Kriterien aussehen, wodurch sie sich äußern, wo sich für mich auch in 2021 eine Investition lohnt und wo auch nicht!

Noch ein paar Worte zu mir, ich komme aus Deutschland, habe Wirtschaftswissenschaften studiert und blogge seit bald drei Jahren jede Woche über mehr Einkommen mit P2P-Krediten und ETFs auf YouTube und meiner Website. Heute lebe und arbeite ich in Zypern, einer der schönsten Inseln im Mittelmeer.

Kurz vor Silvester 2020 habe ich, wie jedes Jahr, nochmal die Entwicklung von meinem P2P und Crowdlending-Portfolio reflektiert und hierbei sind mir folgende Punkte besonders wichtig gewesen.

1. Die tatsächliche Rendite nach Kreditausfällen

2. Zügige Anpassungen vom Geschäftsmodell

3. Transparente und schnelle Kommunikation mit Investoren

4. Qualität der Sicherheiten


Die Punkte 1 und 4 haben verständlicherweise für die meisten Investoren wohl die größte Rolle gespielt, da sich in diesem Jahr wirklich die Spreu vom Weizen getrennt hat. Schlechte oder betrügerische Plattformen sind vom Markt verschwunden und auch bei guten Plattformen konnten angepriesene Renditen aufgrund von Kreditausfällen ganz oder teilweise nicht eingehalten werden. Wer hier genug Sicherheiten hinterlegt hatte oder Geld für Rückkaufgarantien zur Seite gelegt hat, hat sich als Krisengewinner profilieren können.

Diese Punkte sind enorm wichtig, können für mich aber nicht die einzigen entscheidenden Kriterien sein. Auch eine konstant transparente und schnelle Kommunikation mit den Investoren ist mir wichtig.

Während einige, meist kleinere Plattformen deutlich mehr Zahlen, Daten und Fakten zu ihrem Kreditportfolio während der größten Verunsicherung letzten Jahres veröffentlicht haben, so haben sie dies oft gegen Ende des Jahres wieder deutlich heruntergefahren und kommunizieren wieder deutlich schlechter mit ihren Investoren und veröffentlichen weniger Informationen.

Für mich ist Vertrauen wohl die wichtigste Währung beim Investieren und durch schnelle, konsistente und hohe Transparenz wird dieses Vertrauen geschaffen, während eine langsame, sporadische und nur teilweise Einsicht in die Daten das Gegenteil bedeutet. Solche Plattformen sind für mich wirklich “arm”.

Diese Plattformen, die bei der Kommunikation wieder in ihre alten Muster vor der Krise verfallen, können für mich im neuen Jahr kein Investment mehr sein.

Auch der zweite Punkt ist nicht zu unterschätzen, denn auch wenn die wirtschaftlichen Aussichten letztes Jahr teilweise katastrophal waren, sogar teilweise so schlecht nicht mehr wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. So wird die Erholung davon früher oder später definitiv kommen und wir werden wieder ein normales Wirtschaftsleben vorfinden.

Hier gilt es den richtigen Zeitpunkt zu finden und während alle P2P und Crowdlending-Plattformen im Frühjahr 2020 ihr Kreditvolumen auf einen Bruchteil der früheren Werte reduziert haben, so gibt es nun bereits deutliche Unterschiede bei der Einschätzung, ab wann wieder mehr Kredite vergeben werden können und Investoren diese auch kaufen.

Manche vergeben jetzt wieder mehr Kredite als während dem ersten Lockdown und andere große Plattformen fahren die Kreditvergaben eher langsam bis zum Sommer diesen Jahres hoch.

Einige Plattformen würden sicherlich gerne wieder ihr monatliches Kreditvolumen erhöhen, können das aber schlicht nicht, da sie nicht genug Nachfrage danach von ihren Investoren sehen.

Bei EstateGuru erlebe ich die Situation jedoch völlig anders. Während die Kreditvergaben im Februar 2020 ihren bis dahin höchsten Wert mit 9 Millionen Euro erreicht haben und sich danach vorerst halbiert haben auf ca 4 Millionen Euro, wurden danach ab August wieder neue Höchstwerte erreicht bis schließlich im Dezember 18 Millionen Euro vermittelt wurden, die mit Abstand bis dahin höchste Summe.

Hier scheint also die Nachfrage der Investoren definitiv gegeben. Für mich liegt das an einer Kombination der vier am Anfang genannten Punkte.

In Zahlen äußert sich dies für mich unter anderem in den in Zahlungsausfall geratenen Kredite vom gesamten ausstehenden Portfolio. Diese sind nur von ca. 5% vor der Krise auf aktuell ca. 7% gestiegen. In Kombination mit den bisher sehr guten Rückholungen fühle ich mich mit diesen Werten trotz Wirtschaftskrise wohl.

Meine am Anfang genannten Punkte habe ich letztes Jahr bei manchen Plattformen mehr und bei anderen weniger erfüllt gesehen, aber ich kann sicher sagen, dass EstateGuru mit am besten hierbei abgeschnitten hat.

Während das alles keine Garantie ist, dass Investoren auch in diesem Jahr auf EstateGuru wieder eine gute Rendite von etwa 11% p.a. erwirtschaften können, so sehe ich doch aktuell keinen Grund, wieso die Chancen dafür gar nicht schlecht stehen.

Für mehr Informationen, folge meinem YouTube-Channel Northern Finance (nur in Deutsch) oder dem Blog auf der Website www.northern.finance

Ich wünsche dir gute Renditen!