INVESTOR STORIES: Warum EstateGuru für mich zu den großen Gewinnern des Jahres 2020 zählt.

2020 ist in vielerlei Hinsicht ein ereignis- und gleichzeitig auch aufschlussreiches Jahr für den P2P Sektor gewesen. Die außergewöhnlichen Umstände, hervorgerufen durch den Ausbrauch der Covid-19 Pandemie, haben dazu geführt, dass viele P2P- und Crowdfunding Plattformen ihr wahres Gesicht gezeigt haben und mögliche Problemstellen schonungslos offengelegt worden sind.

Diese Ausnahmesituation hat zweifelsfrei dazu geführt, dass sich die Spreu vom Weizen noch deutlicher getrennt hat. EstateGuru ist für mich dabei ganz klar als einer der großen Gewinner aus dem letzten Jahr hervorgegangen. Warum ich diese Ansicht vertrete und weshalb ich glaube, dass dieser Wachstumskurs auch 2021 weiter fortgesetzt werden kann, darüber möchte ich im heutigen Gastartikel einige Gedanken aufschreiben.

Kurz zu meiner Person: Ich heiße Denny Neidhardt, bin 31 Jahre jung und komme aus Berlin. Sie kennen mich vielleicht schon durch meinen Finanzblog re:think P2P Kredite, meinen YouTube-Kanal mit mehr als 5.000 Abonnenten oder meinem Buch Geldanlage P2P Kredite. Persönlich investiere ich seit 2017 in P2P Kredite und seit 2018 auch bei EstateGuru.

Offenheit und Transparenz bei der Geschäftsentwicklung

Im Zuge der Covid-19 Pandemie gab es zunehmend ein stärkeres Bemühen von P2P Plattformen zu beobachten, noch mehr mit den Investoren zu kommunizieren und mehr Transparenz bei der Geschäftsentwicklung herzustellen.

Während einige Unternehmen dabei schon fast eine exzessive Kommunikationspolitik verfolgt haben, haben sich andere wiederum kaum zu Wort gemeldet. Bei EstateGuru habe ich diesen Wandel, hin zu mehr Kommunikation und Transparenz, allerdings nicht erst seit dem Corona-Ausbruch wahrgenommen.    

Für mich fand diese Veränderung bereits im Oktober 2019 statt, als das Unternehmen deutlich frequentierter und auch transparenter über die Geschäftsentwicklungen auf dem hauseigenen Blog geschrieben hat. Ich erinnere mich dabei insbesondere an zwei Artikel, die ich sowohl als äußerst informativ und gleichzeitig auch als sehr aufschlussreich wahrgenommen habe.

Zum einen ging es um den Aufbau und die Organisationsstruktur des Unternehmens, zum anderen darum, wie EstateGuru Kreditausfälle bewältigt und welche Personen dabei im Hintergrund an dem Verkauf der Immobilie arbeiten.

Diese Offenheit und Transparenz, welche seitdem kontinuierlich fortgeführt worden ist, hat mir nicht nur dabei geholfen mehr über das Geschäftsmodell von EstateGuru zu verstehen, auch mein subjektives Vertrauen ist dadurch deutlich gestiegen.

Krisenmanagement nach dem Ausbrauch der Covid-19 Pandemie

Schauen wir nun auf das Krisenmanagement von EstateGuru nach dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie. Wenn es um die externe Kommunikation von EstateGuru in dieser Zeit geht, empfand ich diese als äußerst angenehm und unaufgeregt.

Sei es in BlogbeiträgenWebinaren oder Q&A Sessions, aus meiner Sicht wurden die wichtigsten Anliegen der Investoren aufgenommen und professionell moderiert. Die Aussagen sind dabei klar formuliert gewesen, faktenbasiert und gleichzeitig wurden auch die Risiken klar angesprochen anstatt beschönigt zu werden. Sowohl der quantitative Output als auch die Qualität der Aussagen an sich, haben für mich gepasst.

Was hat EstateGuru inhaltlich kommuniziert?

  • Kreditausfälle in einer Rezession

Bereits seit 2014 werden über EstateGuru unbesicherte und kurzfristig-laufende Immobilienkredite finanziert. Der niedrige Beleihungswert von durchschnittlichen 60 Prozent, bietet dabei ausreichend Sicherheiten und sorgt für genügend Spielraum, sofern eine Immobilie veräußert werden muss.

Dass EstateGuru bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kapitalverlust erlitten hat, deutet nicht nur auf einen gut laufenden Konjunkturzyklus in den letzten Jahren hin, sondern zeigt auch, dass EstateGuru sowohl einen sehr guten Job bei der Akquise als auch bei der Rückgewinnung von Krediten betrieben hat.

Dennoch hat man im Frühjahr 2020 offen und ehrlich kommuniziert, dass diese Wachstumsphase bei einer undurchsichtigen Wirtschaftsentwicklung durchaus erste Flecken auf der weißen Weste hinterlassen könnte.

„Wir haben seit 2014 keinen Kapitalverlust erlitten und die durchschnittliche Rendite der eingeholten Kredite liegt bei 10,4 %. Wir erwarten aufgrund der wirtschaftlichen Situation in diesem Jahr teilweise Kapitalverluste in einigen Kreditfällen, aber im Falle einer ordnungsgemäßen Diversifizierung des Portfolios würde dies die Gesamtperformance der Anlagerenditen nicht wesentlich beeinträchtigen.“

Das sind zwar sicherlich keine populären Aussagen, aber es sind eben auch keine geschönten Versprechen. Pragmatismus und Realismus lautete die Devise.

  • Eingeleitete Maßnahmen auf Kreditnehmer-Seite

Eine Rezession wird negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben. Darüber ist man sich einig gewesen. EstateGuru sah dabei jedoch die Gewerbeimmobilien deutlich stärker betroffen als die Wohnimmobilien. Letztere machten dabei laut EstateGuru mehr als 80 Prozent des damals aktuell ausstehenden Kreditportfolios aus. Dennoch beobachtete man auch hier sehr genau, ob Kreditnehmer vereinzelte Probleme mit den Zahlungen der Mieter – und damit auch womöglich mit den eigenen Kreditrückzahlungen – bekommen würden.

Kurzfristig leistete EstateGuru unter anderem damit Hilfe, indem die Kreditlaufzeiten verlängert oder die Rückzahlungskonditionen flexibel angepasst wurden. Teilweise wurden die Zinskosten – laut Aussage von EstateGuru – sogar um bis zu 50 Prozent für die Kreditnehmer gesenkt.

  • Kostenkontrolle und veränderte Akquise-Strategie

EstateGuru hat sich auch wirtschaftlich sehr schnell an die neuen Umstände angepasst, ohne dabei vom Wachstumskurs in Richtung Konsolidierung zu gehen.

Die Kosten wurden, laut EstateGuru COO Mihkel Stamm, temporär um mehr als 30 Prozent reduziert. Davon sind insbesondere die IT Ausgaben betroffen gewesen, sowie die Investitionskosten für die Expansion in neue Länder. Seinerzeit sei die Pipeline für Immobilienfinanzierungen in den nächsten 12 Monaten etwas zurückgegangen, dennoch hatte man Projekte im Wert von ca. 40 Mio. Euro in der Hinterhand.

Auch der Fokus bei der Risikobewertung neuer Projekte wurde angepasst. EstateGuru wollte sich noch stärker auf Wohnimmobilien in urbaneren Gebieten und Wachstumsregionen konzentrieren, mit starken Kreditnehmern, welche über liquide Sicherheiten verfügen.

Starkes Wachstum im zweiten Halbjahr 2020

EstateGuru hat im ersten Halbjahr 2020 sehr viel richtig gemacht und als Konsequenz ein unglaubliches Wachstum im zweiten Halbjahr hingelegt. Sowohl was das Wachstum beim Kreditvolumen angeht als auch bei den Anmeldungen neuer Investoren. Von Monat zu Monat sind neue Rekordergebnisse erzielt worden, was eine schöne Bestätigung der geleisteten Arbeit verdeutlicht.

Aber ist dieses Wachstum auch nachhaltig und auf solidem Fundament gebaut? Ich glaube schon.

In der Q&A Session, vom 23. April 2020, hat EstateGuru aktuelle Zahlen zum damals ca. 100 Mio. Euro ausstehendem Kreditportfolio präsentiert. Die Ausfallquote lag zu diesem Zeitpunkt bei 5,8%. Die Zielvorgabe, die man hierbei erreiche wollte, lag bei einem Wert von unter 5%.

In der Zwischenzeit, fast ein Jahr später, hat sich der Wert des ausstehenden Kreditportfolios auf über +132,5 Mio. Euro erhöht (Stand: 09.03.2021). Gleichzeitig hat sich die Ausfallquote immer nur in einem Korridor von 5,2% bis 7,7% bewegt.

Auch wenn man den Zielwert damit nicht erreicht hat, so zeigen diese Ergebnisse durchaus eine gewisse Konstanz und Zuverlässigkeit bei der Qualität des Kreditportfolios. Insofern sehe ich für EstateGuru auch im Jahr 2021 sehr gute Vorzeichen, den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortzuführen.

Ausstehende Kreditportfolio und Ausfallquote

Abschließende Worte

Wenn Sie gerne mehr über meine EstateGuru Erfahrungen lesen wollen, schauen Sie gerne auf meinem Blog vorbei. Außerdem lade ich Sie auch herzlich dazu ein, Teil der re:think P2P Kredite Community auf Facebook zu werden. Hier können Sie sich mit knapp 1.000 anderen P2P Investoren und Privatanlegern austauschen. Ich freue mich auf Ihren Besuch!